Rubine im Schnee - Roman

Welches Geheimnis verbergen die leuchtenden Rubine?

Rubine im Schnee - Roman

Robert Brandt, Fotograf und künstlerisch begabt, ist Ende Fünfzig und steht mitten im Leben. In einem idyllischen Ferienort betreibt er eine kleine Galerie und vermietet in seinem Haus am Meer Gästezimmer. Doch Roberts Leben war nicht immer so unbeschwert. Geheimnisse ranken sich um ein fast vier Jahrzehnte zurückliegendes Ereignis und lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Eines Morgens klopft Felia an seine Tür. Mit ihrem alternativen Aussehen, ihrer dazu unpassend erscheinenden Verschlossenheit und den traurigen Augen bringt die junge Frau Roberts geordnetes Leben von einem Moment auf den anderen durcheinander. Als Felia dann auch noch auf ein ungewöhnliches Aquarell stößt, bricht die Vergangenheit erneut über Robert herein …

Taschenbuch, ISBN 978-3-944907-14-7, Verlag neun9zig, Roman, 386 Seiten

Leseprobe

„… „Warst du schon mal in einer solchen Nacht im See schwimmen?“ Sie erwartete keine Antwort, denn weder für Maja noch für mich hatte es jemals eine Nacht voll von grenzenlosen Gefühlen gegeben. Wenige Augenblicke später lagen auch meine Sachen im Sand und wir liefen ins Wasser, kühlten unsere überhitzten Gemüter und schwammen ein gutes Stück auf den See hinaus. Doch auch dort konnten wir unseren Gefühlen nicht entfliehen und so fanden wir uns letztlich nahe dem Schilfgürtel an einer seichten Stelle wieder. In der Ferne leuchtete das Lagerfeuer und hin und wieder wehte der Wind Fetzen von Gesang und Gesprächen herüber.
Wir sprachen kein Wort mehr. Es gab auch keines, das in diesem Moment wichtig gewesen wäre. Eng umschlungen standen wir da, umfangen vom warmen, weichen Wasser des Sees. Unsere Küsse waren jetzt ruhiger als vorhin am Ufer, weniger wild, und so spürten wir sie um vieles intensiver. Jedes Mal, wenn sich die Zungen trafen, jagten warme Fluten durch unsere Körper. Jede Berührung, jedes zärtliche Streicheln schickte wohlige Schauer über die Haut. Und wieder vergaßen wir die Zeit. …“

 

„… Auf halber Strecke fiel mir am Waldrand etwas auf. Erst konnte ich nicht deuten, was ich sah, zu sehr verschmolz es mit den Bäumen, doch dann schossen Bilder in meinen Kopf. In diesem Moment spürte ich wieder das goldene Kreuz mit seiner winzigen Jesusfigur um meinen Hals. Der Anhänger, den mir Maja in der Wolfsgrube geschenkt hatte, wog schwer und lastete auf meiner Brust. Was ich sah, war jener Hochstand des Spätsommers siebenundsiebzig. Er stand also noch und ich nahm ihn an diesem Tag das erste Mal seit damals wahr. Da oben lag noch eine versteckte Erinnerung an meine erste große Liebe, an eine heimliche Nacht, an tausend und einen Kuss. Doch mehr als die Zärtlichkeit jener Stunden wog die Erkenntnis, dass es danach mit Maja bergab gegangen war. Was war dort oben geschehen und was war der Auslöser für Majas Veränderung gewesen? …“

 

„… Sie musterte mich von oben bis unten und gab nichts als ein zweifelndes „Hm“ von sich. Dann zündete sie zwei Zigaretten an und reichte mir eine davon. Ich nahm die für mich bestimmte und schmeckte sofort das Aroma ihres Lippenstifts auf dem Filter – ein zarter Hauch von Schoko und Himbeere. Ich zog das erste Mal in meinem Leben an einem Glimmstengel und der Rauch brannte mir in der Lunge, sodass ich den Hustenreiz nicht unterdrücken konnte. Katja lachte aus voller Kehle und ließ dann wieder dieses undefinierbare „Hm“ ertönen. Diesmal klang es ein wenig abfällig.
„Noch nie geraucht, was?“
„Nein“, antwortete ich ehrlich, als ich wieder Luft bekam. Aber ich wollte noch einmal dieses Aroma schmecken und setzte die Zigarette erneut an, doch Katja stand auf, nahm sie mir aus der Hand und sagte: „Lass es, du hast sicher andere Qualitäten.“
Sie checkte mich einwandfrei ab. Das gefiel mir ganz und gar nicht, aber als ich nun den Blick an ihr hinabgleiten ließ, presste mir meine Lust das heiße Blut durch den Körper und sammelte es an diesem einen bestimmten Punkt. Katja stand ganz nah vor mir, streckte mir ihre Brüste entgegen, sog an ihrer Zigarette und blies den Rauch aus sinnlichen Lippen nahe an meinem Gesicht vorbei. …“

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